Arbeitgeber informieren sich übers Netz
Immer mehr Arbeitgeber holen sich auf Internetportalen wie Facebook,
MySpace oder Wer-Kennt-Wen Informationen über die Bewerber

Noch vor ein paar Jahren nutzten nur wenige Personalmanager soziale
Netzwerke im Internet wie Facebook, MySpace, Xing oder Wer-Kennt-Wen
um sich persönlich ein Bild über Bewerber zu machen. Mittlerweile sind
es schon knapp die Hälfte und immer mehr beginnen inzwischen damit,
das Netz zu durchstöbern.
Wer in sozialen Netzwerken schnüffelt, findet nämliche oft auch Anstößiges:
So lehnte bereits schon ein Drittel der Arbeitgeber aufgrund
der im Internet gefundenen Informationen Bewerber ab.
Die Gründe dafür waren vielfältig:
Alkohol, Drogen, verwerfliche Fotos, ein schlechter Kommunikationsstil,
Verleumdung von Arbeitgebern oder Kollegen, nicht korrekt angegebene
Qualifikationen, Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Rasse oder Religion,
Verbindung zu Straftaten oder das Preisgeben vertraulicher Informationen.
Mehr als ein Fünftel der Suchenden störte sich schon daran, dass der Username,
den sich der Bewerber früher einmal in einem sozialen Netzwerk ausgesucht hatte,
unprofessionell wirkte.
Das Facebook- oder MySpace-Profil muss aber einer Einstellung
nicht unbedingt im Wege stehen, ganz im Gegenteil:
Es kann auch helfen, einen Job zu bekommen – allerdings sollte dann das Richtige
drinstehen. Immerhin ein Viertel der Arbeitgeber gab an, dass die gefundenen
Informationen für den Kandidaten sprachen und ihm einen Vorteil verschafften.
Denken Sie daher stets daran, Ihr Profil bei sozialen Netzwerken arbeitgeber-
freundlich darzustellen und sauber zu halten. Vor der Stellensuche sollten Bilder,
Videos und Inhalte entfernt werden, die ein schlechtes Licht auf den Bewerber
werfen könnten.
Außerdem ist das Profil regelmäßig zu aktualisieren und Qualifikationen sind
zu nennen. Kommentare anderer Nutzer zu beobachten und im Notfall zu
blockieren ist ebenfalls ratsam. Mitgliedschaften in Gruppen und sogenannte
“Freunde” können jede Menge über einen Menschen aussagen und sind deshalb
sorgfältig zu wählen. Vor dem Versenden von Bewerbungen sollte ein Nutzer
besser aus der Gruppe “Nachtmenschen” austreten oder Möglichkeit nutzen,
das Profil ausschließlich privat zugänglich zu machen, so dass nur auserwählte
Freunde es sehen können.
Mit freundlichen Grüßen und optimalen Joberfolg!

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